Insel Kreta

Eine der vielfältigen Inseln Griechenlands

Kreta, die größte Insel Griechenlands und Geburtsstätte der europäischen Kultur, bietet jedem Reisenden etwas Besonderes. Vielfältige Sehenswürdigkeiten wie minoische Paläste, byzantinische Kapellen und venezianische Stadtanlagen prägen das kulturelle Angebot. Auch Naturliebhaber und Badebegeisterte kommen auf Ihre Kosten: abwechslungsreiche Landschaft und mehr als 1000 Kilometer Küste mit unterschiedlichsten Strandformen zeigen die ureigene Schönheit der Insel auf.






Wissenswertes & Reisetipps

Kulturwellen

Von der frühminoischen Zeit ins 3. Jahrtausend
Wie ein „dreimastiges Schiff“ liegt die Insel zwischen Europa und Afrika, zwischen der südlichen Ägäis und dem Libyschen Meer. Und sie verharrt, wie es der große Dichter und Sohn der Insel, Nikos Kazantzakis einst zusammenfasste „in ihrem tiefen Geheimnis“, das er besonders mit dem „uralten Boden von Knossos“ verband, „wo eine bunte, vielseitige Kultur voll Adel und jugendlichem Glanz aufgedeckt wurde“, als einst der Stier Europa übers Wasser trug und das Abendland erwachte. Darin mag das Geheimnis Kretas tatsächlich liegen. Hier bildete sich in der minoischen Welt die älteste Hochkultur Europas heraus. Die Palastanlagen von Knossos, Gortis, Zakros, Malia und Festos, die Wandmalereien und Fresken geben Zeugnis von der friedlichen und heiteren Lebensart der frühesten Kreter. Die Schätze dieser Epoche sind im archäologischen Museum von Heraklion aufbewahrt, das als eines der großartigsten Griechenlands gilt. Gleichzeitig dokumentiert sich überall auf der Insel das byzantinische Erbe. Frühchristliche Basiliken, Kirchen und Klöster kennzeichnen das zweite Gesicht des alten Kreta. In der Architektur der Städte sind die Einflüsse jahrhundertelanger Fremdherrschaft von Römern, Venezianern und Osmanen zu erkennen. Während der 500 Jahre währenden osmanischen Zwangsherrschaft spielten das burgähnliche Kloster Toplou, das Kloster Preveli und das Kloster Arkadi als konspirative Zentren eine entscheidende Rolle im Freiheitskampf der Kreter. Heute erobern Sonnenhungrige, Kulturreisende und Aktivurlauber die Insel mit der wechselvollen Geschichte. Sie sind den gastfreundlichen Kretern willkommen und finden überall Freiraum für ihre Urlaubsgestaltung.

Stadtansichten

Etwas von Venezien ist immer im Blick
Die Städte der vier Präfekturen sind die Knotenpunkte des Inselkontinents. In Heraklion kommen die meisten Flugzeuge und Fähren an. Die Inselmetropole mit ihrer venezianischen Festung, der schönen Altstadt und den bunten Märkten gibt einen ersten Eindruck von der Vielfalt Kretas. Das eigentliche Herz der Stadt ist die Platia Venizelou mit dem venezianischen Morosini-Brunnen, von wasserspeienden Löwen getragen, und die Fußgängerzone zum Bummeln. Das Archäologische Nationalmuseum hütet den Schatz der größten minoischen Sammlung der Welt. Nahe bei Heraklion liegt Knossos, der unbestrittene Glanzpunkt des kretischen Kulturerbes. Der kleinstädtische Badeort Agios Nikolaos im Osten verfügt über eine hochentwickelte Hotellerie. Das malerische Rethymnon in Richtung Inselwesten, überragt von der venezianischen Fortezza, bietet ein wunderschönes Hafenrund mit vielen Tavernen, eine beschauliche Altstadt und einen kilometerlangen Sandstrand. Die Marktstraßen beeindrucken mit ihrem fremdartigen Angebot aus exotischen Spezialitäten und kretischem Kunsthandwert. Chania, zweitgrößte Stadt Kretas, besticht durch den Charme der Altstadt mit hohen venezianischen Wohnhäusern und Adelspalästen, stilvollen Geschäften und Tavernen. Chania ist ein idealer Standort zur

Meeresleuchten

Badeparadies an allen Küsten
Mehr als 1000 Kilometer Küste bieten sich den Reisenden zur Wahl. Und jede Himmelsrichtung weist ihre ureigene Schönheit auf. Flach abfallend im Norden, wo in den Orten Liménas Chersonissou, Stális, Mália und Agios Nikolaos die großen Urlaubsareale entstanden sind. An der nordöstlichen Spitze ist der Palmenstrand von Vai berühmt geworden. „Traumstrände“ für Individualisten finden sich beim Golf von Kissamos, bei Falassarna und Keramoti an der weniger bereisten, bezaubernd unwegsamen Westküste. In den lange Zeit völlig abgeschiedenen Orten wie Paleochora, Sougia oder Loutro an der Südküste reihen sich kleinere Strände und felsige Buchten wie leuchtende, tiefgrüne und blaue Perlen. Den mittleren Teil der Südküste überragt das Ida-Massiv wie ein zweiter Olymp. Vor dem makellosen Azur der libyschen See eröffnen sich Meeresbuchten bei dem belebten Ort Agia Galini, dem Kloster Moni Preveli oder bei den legendären Wohnhöhlen von Matala. Rings um die Insel gibt es so viele Strandformen, dass jeder sein Paradies finden kann.

Berg-Welt-Wucht

Mit festem Schuhwerk in die Einsamkeit
Täler voller Aroma von Wildkräutern und die bis zu 2500 Meter hohen Massive der Gebirge Lefka Ori, Ida und Dikti bestimmen den eigentlichen Charakter Kretas. Wer die Seelenruhe dieser Landschaften in sich aufgenommen hat, den tragen die Füße weit und hoch hinauf. Die Besteigung des Psiloritis, des höchsten Gipfels im Ida-Massiv, zählt sicher zu den größeren Herausforderungen. Aber auch eine Wanderung über die Hochebene des Ideon Andron unterhalb des Gipfels macht den blick frei für den außerordentlichen Zauber der kretischen Bergwelt. Ausgangspunkt für Wanderungen ist das Bergdorf Anogia. In der Nähe liegt die Ausgrabungsstätte Zominthos mit der wahrscheinlich ältesten minoischen Siedlung der Insel. Die zweite alpine Hochebene liegt im Dikti-Gebirge des Ostens. Lassithi, das riesige fruchtbare Hochtal, ist ein Ausflugsmagnet. Archaische Bergdörfer laden zur Rast. Die Lefka Ori im Westen sind ein monumentales, sehr schluchtenreiches und unwegsames Gebirge mit hochalpinem Charakter. Sie eignen sich nicht für einfache Ausflüge vom Strand, sondern verlangen nach erfahrenen Bergwanderern mit einer guten Ausrüstung. Ein absoluter Höhepunkt ist eine Tour durch die Samaria-Schlucht, die mit leichtem Gepäck in einem Tag von der Höhe des Omalos Plateaus zum Meer hin zu durchwandern ist.

Wege weit weg

Im wilden Westen an erhabenen Ufern
Im westlichen Städtchen Kissamos und dem gleichnamigen Golf geht das Leben einen sehr ruhigen Gang. Der schöne Kiesstrand von Kastelli liegt vor dem Ort, dann beginnt der eher raue Teil der Westküste. Am bekanntesten ist die Bucht von Falassarna mit den Ruinen einer antiken Hafenstadt. Herrlich weißer und weicher Sandboden lässt ein glasklares Meer aufleuchten. Der Weg durch die weite Bucht führt über Klippen zu den gut erhaltenen antiken Stadtresten und längst auch zu einigen urigen Tavernen. Noch abgelegener und wie ein Südseestrand liegt im Südwesten das unbewohnte Inselchen Elafonissi.

Im tiefen Osten ins Tal der Toten

Ein Magnet des Ostens ist die Mirabello-Bucht, auch „Kretische Riviera“ genannt. Dann wird die Küste bald einsam. Für einen mehrtägigen Ausflug eignen sich die Bergdörfchen Kato Zakros und Xerókambos. Sie haben sich vom Geheimtipp unter Individualisten zum charmant kretisch gebliebenen Treff für Ruhesucher entwickelt. Einmalig schön ist die zweistündige Wanderung durch das Tal der Toten, wo frühminoische Felsengräber liegen. Eine Fahrt über Paleokastro führt nach Vai an den gerühmten Palmenstrand.

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